Geländeplan Ökologiestation
Hauptmenüpunkt Über uns
Hauptmenü Infos aktiv
Hauptmenüpunkt Vermietung
Hauptmenüpunkt Kinder
Hauptmenüpunkt Vermietung
Hauptmenüpunkt Kontakt
Hauptmenüpunkt Impressum
Untermenü ProjekteUntermenü Publikationen
Die Norddeutsche * 11. Februar 2009

Kommentar
Kein Fingerspitzengefühl

Von Jürgen Theiner
Erneut hat die Umweltbehörde von Senator Reinhard Loske ihren Mangel an politischem Gespür dokumentiert. Erst wenige Wochen ist es her, da musste das Bau- und Umweltressort im Streit um eine Uferbebauung auf dem Stadtwerder klein beigeben, nachdem man den Unmut in der Bevölkerung offenbar völlig unterschätzt hatte.

Auch im Umgang mit der Schönebecker Bildungseinrichtung beweist Loske fehlendes Fingerspitzengefühl, obwohl dieser Streit noch stärker mit Symbolik aufgeladen ist. Wenn ein grüner Umweltsenator Teile einer Ökologiestation verkauft, dann ist das ungefähr so als würde der Papst ein Seitenschiff des Petersdoms verhökern. Diese Analogie lässt sich noch ein Stück weiterspinnen, denn viele Grünen-Anhänger in Bremen-Nord werden sich jetzt fragen: Ist dem Loske denn gar nichts heilig? Zumindest macht es ihm offenbar nichts aus, dass seine Parteifreunde vor Ort ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsproblem bekommen.

Die Krönung: Im Bemühen um Schadensbegrenzung kommt die umweltpolitische Sprecherin der grünen Bürgerschaftsriege nach Schönebeck und deutet vage an, dass mehr Geld für die Bildungsarbeit der Ökologiestation aufgetrieben werden könnte. Eine Mischung aus Trostpflaster und Schweigegeld wird da angeboten - was für ein durchsichtiges Manöver! Der Imageschaden für die Grünen wird dadurch nur noch schlimmer. Ihre Nordbremer Basis hat allen Anlass auf die Häuptlinge aus der Stadt sauer zu sein.


zurück zum Seitenanfang