Zwischen Molchpfad und Feuchtwiese
Von Sabrina Leser
Schönebeck. "Libellen können ihre Vorder- und Hinterflügel unabhängig voneinander bewegen und deshalb auch rückwärts fliegen", erklärt die Diplombiologin Martina Schnaidt, während die Kinder gespannt zuhören. Nicht nur über diese Flugkünstler können Kinder zwischen acht und zehn Jahren in der Ökologiestation etwas lernen. Jetzt traf sich eine Gruppe von 14 Teilnehmern zur Wiesenpirsch, um zusammen die Feuchtwiesen zu erkunden. Gemeinsam gingen sie in den Wald, gerüstet mit Lupen, Gefäßen und Bestimmungsbüchern. Ganz selbstständig sollten die Kleinen Pflanzen und Insekten bestimmen. Vorher haben sie den Molchpfad durchquert, um herauszufinden, wo sich die Amphibien wohl fühlen. Anhand verschiedener Stationen mit Informationen, konnten die Kinder einschätzen, ob es sich um einen geeigneten Platz für Molche handelt. Am Ende der Rallye wartete die Feuchtwiese bereits, um erforscht zu werden.; Mit ihren Utensilien fingen die Kinder verschiedene Insekten, beobachteten diese mit der Lupe und definierten die Pflanzen. Martina Schnaidt reicherte die Aktion mit interessanten Informationen an.
Ottomar Bazak nahm an der Veranstaltung mit seinen beiden Enkeln teil: "Das Schöne ist die Interaktion zwischen den Kindern, obwohl sie sich vorher untereinander gar nicht kannten". Mit viel Begeisterung beteiligten sich Lorenz und Julius an der Veranstaltung. Der älteste unter den Kindern ist Daniel Urbach mit zwölf Jahren, der eigentlich nur dabei war, um seine Schwester abzusetzen. Doch die Feuchtwiesen wollte er sich nicht entgehen lassen. "Ich würde gerne Insektenforscher werden", sagte er. Am Ende freute sich Martina Schnaidt über die gelungene Veranstaltung.